Erst 35 Minuten, dann 9 Stunden, später 2 Tage. Der Download des rund 1,2 Gigabyte grossen iOS9-Updates entpuppte sich für Tausende Schweizer Apple-User als Geduldsprobe.

Klar, man ist stets selber Schuld, wenn man zu den ersten gehören will, welche die neue Software auf dem iPhone haben. Zu viele User verstopfen die Leitung. Gestern kamen aber noch Unzulänglichkeiten der grössten TV-Kabelnetzbetreiberin hinzu.

Auch bei mir machte der Downloadbalken gestern Abend zwischen 19 und 23 Uhr praktisch keinen Wank. Ich war frustriert, hatte aber einen Geistesblitz: «Läufts über Wifi im Büro vielleicht schneller?» Schliesslich sind wir auf der Blick am Abend-Redaktion beim Swisscom angeschlossen. Und tatsächlich: Innert weniger Minuten war das Update auf mein Handy geladen.

Fredy Künzler, der Chef des Winterthurer Internetproviders Init 7, vermutete als Ursache fürs Problem: «Überlastete Interkonnektionen, fehlende Cache-Server und Overbooking.» Und er meinte gar, dass Apple Swisscom mehr Geld gezahlt hätte, damits besser flutsch.

Doch die Verschwörungstheorie bewahrheitete sich nicht. Cablecom hatte schlicht Probleme mit den Apple-Servern eine Verbindung aufzubauen - und das schon seit Tagen. Nicht nur das Update ging langsamer, auch der App-Store hatte Performance-Probleme. Cablecom meldete sich heute Morgen und gelobte Besserung.

Am Donnerstagnachmittag kam dann die erlösende Meldung von UPC Cablecom: Das Problem sei behoben.

Also, liebe Kabelnetz-Kunden, ihr könnt das Update wieder laden. Nach einem ersten Kurztest läuft es flüssig und verursacht keine Probleme. Im Gegentgeil, es erweitert die Funktionen eures iPad & iPhones – und spart gar Akku in zweifacher Hinsicht: Erstens ist es im Normalbetrieb Batterie-schonender, zweitens lässt sich ein extra Stromsparmodus aktivieren.

Stromsparmodus: Man findet ihn in den --> Einstellungen --> Batterie.