Drei Menschen sind tot, darunter ein Familienvater und sein achtjähriger Sohn. Der zweite Sohn der Familie (7) schwebt in Lebensgefahr. Das ist die schreckliche Bilanz des Horror-Crashs, der sich am Sonntagmorgen auf der A5 in Neuenburg (D) ereignet hat, 30 Kilometer nördlich von Basel. Zwei Fahrzeuge mit Schweizer Nummern waren am Unfall beteiligt.

Jetzt steht fest: Der mutmassliche Todesfahrer, ein 76-jähriger Schweizer, war mit seinem grauen VW Tiguan zu schnell unterwegs! Gegen den Mann wird nun als Unfallverursacher ermittelt.

«Nach ersten Einschätzungen des Gutachters ist der Schweizer Unfallverursacher mit etwa 140 Stundenkilometern unterwegs gewesen», sagt Pressesprecherin Laura Riske zur «Badischen Zeitung». Auf Anfrage von Blick.ch sagt sie: «Wir haben keine Hinweise darauf, dass Alkohol im Spiel war.»

«Latente Lebensgefahr»

Auf dem Streckenabschnitt gilt Tempo 120. Aber auch 120 km/h wären wohl bereits fatal gewesen. Denn: Zum Unfallzeitpunkt um 6.25 Uhr am war es noch dunkel, die Sichtverhältnisse schlecht. «Das Sichtfahrgebot verlangt, stets nur so schnell zu fahren, dass man in der Lage ist, sein Fahrzeug jederzeit innerhalb der sichtbaren Fahrstrecke anzuhalten», sagt Riske.

Inzwischen hat die Polizei den Unfallhergang rekonstruiert: Demnach fuhr der Familienvater mit seinem Alfa Romeo vor dem tödlichen Crash ins Heck eines gelben Wohnmobils der Marke Fiat mit Schweizer Nummernschild.

Durch die Kollision gerieten beide Autos ins Schlingern, der Pkw prallte gegen die Mittelleitplanke und kam dort zum Stehen. Das Wohnmobil kippte um und blieb am rechten Fahrbahnrand liegen.

Zwei Männer mit Freiburger Kennzeichen hielten mit ihrem Audi an, um Erste Hilfe zu leisten. Dann raste der Schweizer VW in die Unfallstelle – und tötete drei Menschen.

Rettungskräfte mussten den zweiten Sohn der Familie aus dem Wrack befreien. Er befindet sich derzeit in der Uniklink Freiburg.

Gegenüber der «Badischen Zeitung» beschrieb die Polizei seinen Zustand gestern noch als stabil – eine «latente Lebensgefahr» könne jedoch nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. (vsc)