In China mag es zum guten Ton gehören, einen Anstandsresten auf dem Teller zurückzulassen. Doch Brigitte Heller, die Direktorin des Luzerner Viersterne-Hotels Monopol, kann das nicht mitansehen. Sie zeigt Gästen, die den Teller nicht ausessen, als Disziplinarmassnahme ein Plakat mit hungernden Kindern (Blick.ch berichtete).

Die verschiedenen Sitten der ausländischen Gäste hat Schweiz Tourismus bereits 2013 in einigen Broschüren zusammengefasst.

Darin steht zum Beispiel, dass Zurückhaltung, Aufmerksamkeit und Bescheidenheit wichtig seien für Chinesen. Gar nicht gerne gesehen sind Wutausbrüche oder Konfrontationen. Ganz wichtig: «Geben Sie Ihren chinesischen Gästen nach Möglichkeit kein Zimmer im 4. Stock oder Zimmer mit Nummern, die eine Vier enthalten, denn diese Zahl wird mit Unglück oder gar dem Tod in Verbindung gebracht.»

Wc-Papier kommt in die Toilette

Bei Indern empfiehlt Schweiz Tourismus, gleich zu Beginn mitzuteilen, dass «das WC-Papier mit ins WC hinuntergespült wird» und nicht wie in Indien, in einen separaten Eimer neben der Toilette gelegt wird. Ausserdem sollte man sich nicht über deren Fernsehkonsum wundern, denn: «In Indien läuft der Fernseher dauernd.»

Bei den Touristen aus den Golfstaaten gibt es folgende Anweisungen: «Kein Schweinefleisch, kein blutiges Fleisch und kein Ausschank von Alkohol.»

Zudem hätten Araber «eine gestenreiche Sprache und sind generell laut». Auch sei es wichtig, «dem anderen Geschlecht nicht direkt in die Augen zu sehen.» Ausserdem würden sie Datteln sehr mögen. (imk)