Das auf Papier gedruckte Zugbillett ist immer weniger begehrt. Die Mehrheit der SBB-Kunden kauft die Tickets mittlerweile zuhause am Computer oder mit dem Smartphone. Das wirkt sich auch auf die Nutzungszahlen der Billett-Automaten an den Bahnhöfen aus.

Darum planen die Bundesbahnen in den nächsten Jahren einen Abbau bei den Geräten, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. SBB-Sprecher Stephan Wehrle bestätigt gegenüber der Zeitung, «dass die Anzahl der Billett-Automaten in den nächsten Jahren zurückgehen wird.»

Ein paar hundert Geräte würden bald das Ende ihrer 15-jährigen Lebensdauer erreichen. An diesen Standorten werde nun geprüft, ob die Automaten abgebaut werden könnten. Von einem «massiven Abbau» will Wehrle aber nicht sprechen.

Ländliche Gebiete betroffen

Nach welchen Kriterien die Automaten ausgewählt werden, wollen die SBB nicht preisgeben. Gemäss den Quellen der «Sonntagszeitung» stünden aber gerade die Geräte auf der Abschussliste, an denen nur wenige Kunden ihre Billette kaufen.

Gemäss SBB gebe es rund 150 Automaten, an denen weniger als zwanzig Billette pro Tag gelöst werden. Die stehen vor allem in ländlichen Gebieten. In den Städten hingegen sollen neue Automaten hinzu kommen. (krj)