Ivano G.* (20) lebt das Leben eines «Rich Kid» in allen Facetten: Der Schweiz-Serbe protzt mit schnellen Autos, lässt sexy Frauen für sich posieren, trägt Rolex und teure Markenklamotten. Ivano G. frönt dem Luxus. Und zeigt es standesgemäss der ganzen Welt auf Instagram.

Was seine 25'000 Follower zu sehen bekommen: alles, um dem Klischee gerecht zu werden. Partys mit Zigarren und Champagner. Videos vom Sprung in einen Pool mit Traumaussicht in Serbien. Ferien im Edel-Resort auf den Bahamas. Er nennt sich «Unternehmer». Auch wenn er laut eigenen Angaben auf Instagram bis vor Kurzem noch auf Jobsuche war.

Vater nimmt Schuld auf sich

Doch wer braucht schon einen Job, wenn man mit 20 schon einen weissen Lamborghini Huracan (über 600 PS) besitzt? Der Stier ist Ivano G.s Baby auf vier Rädern. Omnipräsent auf seinem Profil. Sein liebstes Spielzeug, um sich zu inszenieren. Und damit beim Rasen zu protzen? Möglich. Jedenfalls postete der Zürcher am Sonntag ein Video, auf dem ein Lamborghini mit 310 km/h über eine Überlandstrasse donnert. Der Fahrer filmt mit rechts, greift mit links übers Lenkrad, um die Tiptronic-Schaltung am Lenkrad zu bedienen. Dabei huscht dieselbe Rolex ins Bild, die Ivano G. auch auf etlichen anderen Bildern am linken Handgelenk trägt.

Am Sonntag postete der Schweiz-Serbe Ivano G.* (20) auf seinem Instagram-Account ein Raser-Video: Ein Lamborghini brettert mit 310 km/h über eine Überlandstrasse.    (Instagram)
1 / 19
Der Fahrer filmt mit rechts, greift mit links übers Lenkrad. Dabei ist eine Rolex zu sehen, die Ivano G. auch auf etlichen anderen Instagram-Bildern am linken Handgelenk trägt.   (Instagram)
2 / 19
Der Zürcher postete auf seinem Instagram-Account unzählige Bilder, die ihn mit seinem «Baby auf vier Rädern» zeigen. Hier posiert er in Serbien mit seinem Gefährt.   (Instagram)
3 / 19
BLICK konfrontierte Invano G. mit dem Video. Er will nicht gefahren sein. Das Video stamme aus dem Internet.   (Instagram)
4 / 19
Statt Einsicht zu zeigen, gab er mit den Schlagzeilen auf Instagram an.   (Instagram)
5 / 19
Der Wirbel um das Raser-Video, für den Schweiz-Serben offenbar ein grosser Spass.   (Instagram)
6 / 19
Er findet es sogar witzig, dass die Polizei nun in dem Fall ermittelt.   (Instagram)
7 / 19
Schneller Flitzer, heisse Kurven: Auf Ivanos Lambo-Bildern dürfen sexy Frauen natürlich nicht fehlen.   (Instagram)
8 / 19
Es schäumt und spritzt: Ivano G. beim Autowaschen.   (Instagram)
9 / 19
Der Lambo-Fan sitzt auf seinem 600-PS-Spielzeug.   (Instagram )
10 / 19
Der 20-Jährige liegt zigarrenrauchend in einer Badewanne und will den Menschen vermitteln, dass er reich ist.   (Instagram)
11 / 19
Hier sitzt Ivano in der Lobby eines Hotels in Dubai.   (Instagram)
12 / 19
Ivano ist gerne in seinem Heimatland. Dort zeigt er oft seinen Boliden in voller Pracht.   (Instagram)
13 / 19
Gucci, Rolex, Versace: Der Instagram-Protzer ist ein Markenliebhaber.   (Instagram )
14 / 19
Der Autofreak hegt und pflegt seinen Schatz immer und überall.   (Instagram)
15 / 19
Autos spielen im Leben des 20-Jährigen aus der Zürcher Agglo eine zentrale Rolle.   (Instagram)
16 / 19
Leopard und Stier: Ivano lässt sich neben seinem Lambo ablichten.   (Instagram)
17 / 19
Luxuspool, Ivano schaut cool.   (Instagram)
18 / 19
Der Junge aus der Zürcher Agglo mit Benzin im Blut auf seinem Gefährt.   (Instagram)
19 / 19

Als BLICK beim Zürcher «Rich Kid» zu Hause nachfragt, wie es zum Raser-Video kam, antwortet Ivano G.s Vater Dejan G.* (44) über die Gegensprechanlage. Ein persönliches Gespräch lehnt er ab. Ivano sei sowieso nicht zu Hause. Was denn der Vater vom Video seines Sohnemanns hält? Die Antwort erstaunt. Der Vater behauptet sofort: «Ich war das.»

«Wir teilen nur die gleiche Uhr»

BLICK hakt nach: Ivano trage ja die gleiche Rolex, die auch der Fahrer auf dem Raser-Video trage. Die Antwort des Vaters: «Wir teilen uns die Uhr.» Mehr wolle er nicht sagen.

Da viele Fragen offen bleiben, versucht BLICK nochmals Klarheit zu schaffen und Kontakt aufzunehmen. Dieses Mal antwortet eine Frau. Und die verleugnet plötzlich, dass der Vater gesagt haben will, er sei gefahren. Er habe bloss gesagt, dass er und sein Sohn die gleiche Uhr teilen würden. Bei weiteren Nachfragen hole man die Polizei.

Nach der Veröffentlichung des Artikels schrieb Ivano G. auf seinem Instagram-Account, dass er das Video aus dem Internet kopiert habe.

Besser machen würde es die Sache sowieso nicht, wenn der Vater die Raserei seines Sohnes auf sich nehmen würde. Er ist Chef eines Schwertransporter-Unternehmens im Kanton Zürich. Ein Unternehmen, bei dem Sicherheit auf den Strassen eigentlich grossgeschrieben werden müsste.

* Name geändert