Sie sind praktisch, die neuen Automaten von McDonald's. Der Kunde kann damit in aller Ruhe seine Bestellung auf dem riesigen Touchscreen-Display aufgeben. Ein Service, der genutzt wird: Bereits jeder vierte Kunde bestellt am Automaten. 

Bloss haben die Touchscreen-Geräte einen grossen Haken. Sie produzieren einen Haufen Papiermüll. 

Wie viel, zeigt ein Foto eines BLICK-Lesers. Über 50 Zentimeter ist sein Kassenbon lang. Und nicht, weil er für die ganze Verwandtschaft eingekauft hat. Nein, auf dem Kassenbon stehen gerade mal zwei Soft-Ice-Artikel – ein «Mini Sundae Cailler» und ein «Sundae Apple Pie». «Das ist doch eine absolute Papierverschwendung», ärgert sich der Leser. 

Viele Zusatzinfos

Doch was druckt McDonald's alles auf die Quittung? Neben Artikel, Mehrwertsteuernummer und Bezahlweise sind auch Öffnungszeiten, der Code zur WC-Benutzung und ein Weblink für ein Feedback-Formular angegeben. Das braucht Platz. 

Über 50 Zentimeter ist bei McDonald’s eine Quittung für zwei Artikel lang.  (Leserreporter)

Ein weiterer Grund ist das System: Der Bestellautomat druckt einen zweiteiligen Bon aus. Der grössere Zettel ist die Kundenquittung, der kleinere für den Restaurant-Mitarbeiter. Der kann damit die Bestellung zuordnen. 

Auf beiden Bons ist die Bestellnummer riesig aufgedruckt. Wenn der Tisch-Service verfügbar ist, kommt noch die Tischnummer dazu. «Diese Nummern müssen gross genug sein, damit sie von blossem Auge gesehen werden können», sagt McDonald's-Sprecherin Deborah Murith auf Anfrage.

Doch warum gibt es zwei Bons? «Einer bleibt in der Regel beim Mitarbeiter, einen nimmt der Gast mit an den Tisch», sagt die Sprecherin. Während das Menü zubereitet wird, haben beide einen Beleg. «Der Mitarbeiter weiss dann, an welchen Gast die Bestellung geht.»

Andere machen es besser

Ob es Pläne gibt, die Papierflut einzudämmen, will Murith nicht sagen. Immerhin: «Das Thermopapier ist frei von Bisphenol A. Zudem sind unsere Kassenbons rezyklierbar und können mit dem Altpapier entsorgt werden», so die McDonald's-Sprecherin.

Es geht auch anders: Discounter Lidl druckt seit Ende Januar 2017 den Kassenbon nur noch auf Wunsch aus. Damit sollen rund 30 Tonnen Papierabfall pro Jahr vermieden werden.

Coop-Kunden mit einer Supercard können wählen, ob sie das Zetteli per E-Mail oder ausgedruckt an der Kasse erhalten wollen. Und wer in den Mini-Filialen von Coop to go einkauft, kriegt den Zettel an den bedienten Kassen nur auf Verlangen.