Ein Bild oder Video machen, versenden, maximal 10 Sekunden anschauen und schon ist es in der Versenkung verschwunden. So oder ähnlich könnte man das Prinzip von Snapchat beschreiben. Und es kommt an: Die App zählt immer mehr Nutzer. Der Erfolg kommt nicht von irgendwo.

Forscher der Universität Michigan haben herausgefunden, dass die Nutzung von Snapchat die User glücklich macht. 154 Studenten erhielten zwei Wochen lang sechs Nachrichten pro Tag. Nach dem Erhalt mussten die Teilnehmer der Studie fünf Fragen zu ihrem Befinden beantworten. Ergebnis: Snapchat löst mehr positive Emotionen aus als andere soziale Netzwerke. Dies sei so, weil sich die User durch die zeitliche Begrenzung und die Löschung der Inhalte weniger Sorgen um die Selbstdarstellung machen müssen.

Der Hauptautor der Studie, Joseph Bayer, schreibt, dass Snapchat oberflächlich als Sexting-App angesehen werde. In der Studie kam aber heraus, dass die User die App vor allem für die schnelle Kommunikation mit engen Freunden genutzt wird. Und obwohl die App positivere Emotionen als andere Apps weckt, werden andere Interaktionen, beispielsweise per Telefon, per E-Mail oder auf Twitter, als noch unterstützender empfunden.  (imh)