Ein Foto oder ein Video, das gleich nach dem Anschauen wieder verschwindet. So kommunizieren heute täglich 100 Millionen Menschen mit ihren Freunden über die Smartphone-App Snapchat. Und wie bei jedem Aufstieg eines Social-Media-Kanals kommen jetzt die Kommunikations-Geier dieser Welt angeflogen, die eine neue Möglichkeit wittern, ihre Botschaften zu platzieren.

Jung, hip und cool – so wollen sie sich mit der Nutzung von Snapchat präsentieren, um vor allem auch eine jüngere Generation anzusprechen. Das kann aber gehörig nach hinten los gehen. Denn verstehen diese Unternehmen wirklich, worum es bei Snapchat geht?

Auch die Luxusindustrie ist an Bord.  (Twitter / IWC)

Von allen Seiten werden wir in unserem Alltag mit Werbung überhäuft. Auf Facebook und Instagram preisen Firmen an allen Ecken und Enden ihre Produkte und Trends an. Benötigen wir wirklich noch einen weiteren Kanal, über den wir mit Produktinformationen von IWC oder H&M zugespammt werden? Nein. Denn dann klicken wir den Snap gleich wieder weg. Möchten wir Fotos und Videos sehen, die uns bespassen oder uns einen Einblick ins ganz persönliche Leben einer Person oder eben eines Unternehmen ermöglichen? Schon eher. Ein Süssigkeiten-Hersteller aus den USA veräppelte beispielsweise Menschen in New York und hielt das Ganze auf Snapchat fest:

Snapchat ist eine App für Freunde. Wir nutzen sie nicht, um über die neusten Produkte informiert zu werden. Wir nutzen sie, um uns von unseren Freunden oder Menschen, die wir bewundern, unterhalten zu lassen. Es sollte um lustige Anekdoten gehen und darum, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Wir möchten die Mitarbeiter, kuriose Momente des Arbeitsalltags und die Produktion ganz persönlich kennenlernen. So kann sogar ein stieres Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen wie PwC plötzlich menschlich erscheinen. Wenn eine Firma das schafft, dann folge ich ihr gern auf Snapchat.