Auf seinem Whatsapp-Profil zeigt Murat Yakin, wie er das Leben am Geniessen ist. Wir sehen ihn am Lenker einer Harley-Davidson V-Rod Muscle. Auf dem Sozius sitzt seine behelmte Lebenspartnerin Anja. Beide strahlen bei Prachtswetter um die Wette.

Am 9. April wird Yakin, der Krisen-GC im letzten Herbst zwischenzeitlich auf Rang 3 geführt hat, bei den Hoppers mitten im Abstiegskampf und nach verlorenem Cup-Halbfinal gegen den FCZ mit viel Getöse entlassen.

Seither ist der ehemalige Basler Meistermacher ohne Job. Eine finanzielle Einigung ist immer noch nicht gefunden worden.

Wie geht's dem Trainer ohne Job? «Gut, danke.»

Hat er keine neuen Offerten erhalten? «Das eine oder andere Angebot ist reingekommen», sagt Yakin. BLICK erfuhr: Auch die Saudis köderten den ehemaligen Nati-Abwehrchef. Das Komitee des nationalen saudi-arabischen Fussballverbandes lockte Yakin mit einem Job in den Millionenstädten Riad oder Dschidda, dort wo die Gross-Klubs Al Nasr Riad, Al-Hilal Riad, Al-Ahli Dschidda und Al-Ittihad Dschidda daheim sind.

Jubelt Yakin bald in Saudi-Arabien?  (Sven Thomann|Blicksport)

Yakin, der schon vor zwei Jahren zu Al Nasr Riad hätte wechseln können, winkte ab. «Ich möchte zuerst mit GC einig werden.» Die Hoppers müssten ihn noch bis zum Vertragsende am 30. Juni 2019 entlöhnen. Yakin hofft auf eine Abfindung. Um dann wirklich frei für einen neuen Verein zu sein.

Solange es keine Einigung mit dem Klub seines Herzens gibt, spielt Yakin Golf, fährt Töff, kümmert sich um seine bald vierjährige Tochter Kira-Victoria. Und schaut viel Fussball. Bei der WM war er in Kaliningrad bei Schweiz – Serbien (2:1) vor Ort. Yakin: «Letzten Freitag sah ich am Bildschirm Lausanne gegen Kriens. Und am Wochenende jedes Spiel der Super League.»

Was sagt er zur Leistung von GC bei der 1:2-Niederlage gegen YB? Nichts. Der Taktik-Fuchs weiss, dass ihm eine allenfalls negative Aussage von seinem Noch-Arbeitgeber als vereinsschädigende Äusserung vorgeworfen werden könnte.