Als Zürich vorletzten Sonntag das Derby gegen GC gewinnt, werden gleich sieben Spieler eingesetzt, die aus dem FCZ-Nachwuchs stammen. Die jungen Eigengewächse wie Kevin Rüegg und die älteren Urgesteine wie Alain Nef als Erfolgsfaktoren.

Aber noch etwas steckt hinter dem guten FCZ-Saisonstart mit zwei Siegen in drei Spielen. Beim Schlusspfiff im Derby stehen vier Spieler mit Wurzeln im Kosovo auf dem Platz. Neben den beiden in der Schweiz aufgewachsenen Kosovo-Nati-Spielern Hekuran Kryeziu (25) und Benjamin Kololli (26), die beide neu beim FCZ spielen, sind es die beiden Schweizer U-Nati-Spieler Mirlind Kryeziu (21) und Toni Domgjoni (19), dessen Eltern vor seiner Geburt vom Kosovo nach Kroatien ausgewandert sind.

Hekuran Kryeziu (25) spielt seit diesem Sommer für den FCZ.  (BENJAMIN SOLAND)

Dazu stehen mit Lavdrim Rexhepi (20) und Bledian Krasniqi (17) zwei weitere Spieler im Profi-Kader. Der Kosovo macht Zürich stark! Neuzugang Kololli sagt über seine ersten FCZ-Tage: «Das hat mir bei der Integration geholfen. Heki kenne ich aus der Nati, Mirlind aus Biel.»

Das Nationalteam des jungen Balkan-Staats mit Trainer Bernard Challandes ist für Kololli eine Herzensangelegenheit. «Ich spiele gerne für die Nati, ich will auch dort Erfolge feiern. Wir spielen in der Nations League gegen Malta, Färöer und Aserbaidschan. Da rechnen wir uns etwas aus.»

Der neu eingeführte Uefa-Wettbewerb ist für Fussballzwerge eine neue Chance, sich für die EM 2020 zu qualifizieren. Denn auch für den Gewinner der League D mit den schwächsten Teams wie Kosovo, Liechtenstein, San Marino oder Andorra steht ein EM-Platz offen.

So viel Kosovo steckt in den anderen Super-League-Teams

Xamax

GC

Basel

Luzern

Sion

Lugano

St. Gallen, Thun, YB

Erklärung: Die Länderkürzel zeigen, welche Pässe die Spieler besitzen und für welche A-Nati sie allenfalls spielen. Lesebeispiel T. Xhaka: Er hat Wurzeln im Kosovo, besitzt den Schweizer sowie albanischen Pass und spielt für die Albanien-Nati.